MAGO – 50 Jahre Familientradition im Garten- und Landschaftsbau

Wie alles begann

Als Ein-Mann-Betrieb - ausgerüstet mit Fahrrad und Anhänger - gründete Erich Mago das Familienunternehmen 1957 in Düsseldorf. Dessen 50-jähriges Bestehen können in diesem Jahr sein Sohn Ralf und sein Enkel Jörg auf dem eigenen Betriebsgelände in Erkrath im Kreise von mehr als 40 Mitarbeitern und einem Fuhrpark von über 10 Fahrzeugen begehen.

Wie es weiterging

Wie der Firmengründer lernte auch Ralf Mago (*1944) sein Handwerk von der Pike auf: Nach der dreijährigen Ausbildung zum Gärtner in einem namhaften Düsseldorfer Betrieb (1958-1961) arbeitete er zunächst als Bauleiter im Unternehmen seines Vaters. 1965 begann er ein Studium, das er 1968 als Dipl.-Ing. für Landespflege abschloss. Anschließend trat er als Betriebsleiter wieder in das Familienunternehmen ein und übernahm 1975 nach dem Ausscheiden des Vaters und der Umwandlung in eine GmbH die Geschäftsleitung. Ein Jahr später wurde die Firma in eine GmbH & Co. KG, die heutige Rechtsform, umgewandelt.

Bereits 1966 hatte das Garten- und Landschaftsunternehmen das Firmengelände in Erkrath an der Hochdahler Straße erworben. Dort begann man ein Jahr später mit den Anpflanzungen für die als weiteres Standbein geplante Baumschule. 1972 erfolgten die offizielle Verlegung des Betriebes und auch der private Umzug nach Erkrath. Da die Nachfrage von Privatleuten nach Pflanzen in den folgenden Jahren stetig stieg, bauten die Mago’s ab 1975 noch ein Gartencenter auf, das zunächst nur am Wochenende, später dann an allen Werktagen geöffnet hatte.

Wie es sich erneut veränderte

1990 war ein weiteres entscheidendes Jahr in der langen Firmengeschichte. Nach dem Ausscheiden von Schwester und Schwager aus dem Betrieb trat mit Jörg Mago die dritte Generation in das Unternehmen ein. Er steht seinem Vater seitdem als kaufmännischer Leiter und Prokurist zur Seite. Das Rüstzeug für seine Tätigkeiten erwarb sich Jörg Mago (*1965) gleich durch zwei Ausbildungen: zum Gärtner, Fachrichtung Baumschule, in einem Großbetrieb im Hamburger Umland und zum Großhandelskaufmann bei der Florimex in Neuss, einem weltweit führenden Unternehmen im Handel mit Schnittblumen und Gebinden. Anschließend war er als Assistent der Geschäftsleitung am Hauptsitz der Firma in Kelsterbach bei Frankfurt tätig. Mit den personellen Veränderungen ging die Konzentration auf den Geschäftszweig Garten- und Landschaftsbau einher. Um sich diesem voll und ganz widmen zu können, wurde das Gartencenter an einen externen Betreiber verpachtet.
Nach einem erneuten Pächterwechsel wurde es 1997 endgültig geschlossen.

Wie es heute ist

Heute umfasst das Portfolio des Traditionsunternehmens, dessen Jahresumsatz durchschnittlich 2,3 Mio beträgt, folgende Tätigkeitsfelder: den Bau und die Begrünung von Außenanlagen, die Pflege von Grünflächen, den Erd- und Wasserbau, Beton- und Natursteinarbeiten sowie die Dachbegrünung. Abgewickelt werden diese Arbeiten von den Leitern und Teams der beiden Bereiche „Pflege und Vegetationstechnik“ sowie „Bautechnik und Erdbau“. Im Durchschnitt beschäftigt der Betrieb 35 Mitarbeiter darunter zwei Ingenieure, einen GaLaBau-Techniker, vier Gärtnermeister und fünf Landschaftsgärtner sowie drei Maschinisten.
Ausbildung hat einen hohen Stellenwert in dem Traditionsunternehmen, das bereits seit 1976 Ausbildungsbetrieb ist. Durchschnittlich zwei Auszubildende pro Ausbildungsjahr erlernen den Beruf Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Aktuell sind sieben im Betrieb beschäftigt.

Wie wir organisiert sind

Der Bereich Pflege und Vegetationstechnik
Carsten Hanten, Techniker Garten- und Landschaftsbau, kann als Leiter dieses Bereichs fünf Kolonnen einsetzen, die alle Tätigkeiten ausführen, die bei der Pflege von Stadt- und Siedlungsgrün sowie bei der Pflege von Privatkundengärten anfallen. Seinem Aufgabenbereich sind auch die Servicegärtner unterstellt. Die Mitarbeiter verteilen sich auf zwei Mähkolonnen, denen Großflächenrasenmäher zur Verfügung stehen, zwei Pflegekolonnen sowie eine Servicekolonne, die auch die Baumpflege und Reparaturarbeiten erledigt.

Der Bereich Bautechnik und Erdbau
In den Verantwortungsbereich von Bereichsleiter Sven Ritter, Dipl. Ing. Landespflege (FH), gehören alle Maßnahmen zum Neu- und Umbau von Außenanlagen. In diesen Tätigkeitsbereich fallen Arbeiten wie Entwässerung und Versickerung, Erneuerung von Wegen, Plätzen und Garagenhöfen, der Bau von Spielplätzen und Dachgärten sowie die Sanierung von Tiefgaragenflächen. Ihm unterstehen für diese Tätigkeiten ebenfalls fünf Kolonnen, die zwischen drei und fünf Mitarbeiten stark sind. Ihnen steht jeweils ein Landschafsgärtnermeister oder ein Vorarbeiter vor.

Die Geräte- und Maschinenausstattung
• zwei Bagger und vier Radlader für die Erdbewegung
• Einachser und Kleintraktoren für die Bodenbearbeitung
• drei Kleintraktoren mit Mulchmähwerken und Grasaufnahmevorrichtung sowie drei Spindelmäher mit einer Mähbreite bis 3.20m zur Pflege von Rasen- und Wiesenflächen
• unterschiedliche Geräte mit Allradantrieb, Schneeschild und Streuvorrichtung für den Winterdienst
• diverse Spezialgeräte wie Stubbenfräse oder Bodenlockerungsgerät zusätzlich zu den in der Garten- und Landschaftspflege sonst üblichen Geräte
• sechs Doppelkabinenfahrzeuge, drei Transporter und ein Container -Lkw für den Transport

Worauf wir stolz sind:

Qualität zahlt sich aus – unsere Auszeichnungen

1971 Bronzemedaille für herausragende Gartengestaltung und Ausführung auf der Bundesgartenschau in Köln (es wurden nur drei Medaillen vergeben).

1985 Auszeichnung durch den VGL R mit einer Ehrenurkunde für die Standgestaltung in der Ausstellung „Die Blume“ in Düsseldorf.

1987 Dreimal Gold und Silber für die Darstellung einer Dachbegrünung sowie
Gold, viermal Silber und eine Bronzemedaille für eine Teichgestaltung in einer ARGE mit Kollegen auf der Bundesgartenschau in Düsseldorf.

1997 Auszeichnung und Ehrenurkunde des Verbandes Garten- und Landschaftsbau Rheinland für herausragende Standgestaltung zum Thema Freiflächengestaltung auf der AREAL in Köln

2002 Große Goldene Medaille der Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen für die Gestaltung von Mustergärten zum Thema „Gartenvariation“ bei der dezentralen Landesgartenschau auf Schloss Dyck in Jüchen. In der Verleihungsurkunde heißt es dazu: „Der Firma Mago GmbH & Co. KG wird für die Präsentation verschiedener gleichgroßer ‚Gartenvariationen’, die in hervorragender Qualität den Wandel des Gartens aufgrund von wechselnden Anforderungen an die Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten für den Besucher informativ und nachvollziehbar darstellen ....-eine Große Goldene Medaille verliehen.

Was uns sonst noch wichtig ist

Ehrenamtliches Engagement in den Berufverbänden

Bereits seit 1959 gehört die Firma Mago dem Vorläufer des heutigen Verbandes Garten-, Landschaft und Sportplatzbau NRW e.V. an.
Nicht nur im Betrieb wird Ausbildung groß geschrieben, sondern auch ehrenamtlich engagiert sich Ralf Mago für die Nachwuchsförderung. Seit 1977 nimmt er als Mitglied des Prüfungsausschusses der Landwirtschaftskammer Rheinland die zentrale Prüfung zum Gärtner ab und seit 1983 sitzt er ebenfalls im Meisterprüfungssauschuss. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung wurde er 1993 in den Ausbildungsausschuss des Verbandes Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau Rheinland e.V. berufen und ist seit 1996 Mitglied im Präsidium des Verbandes. In dieser Funktion ist er zudem Mitglied im Ausbildungsausschuss des Bundesverbandes Garten- und Landschaftsbau.

Im Ausbildungsausschuss befasst er sich mit seinen Kollegen z. Zt. mit der Vereinheitlichung der Abschlussprüfungen in den Bundesländern, denn aufgrund der unterschiedlichen Prüfungsinhalte und Rahmenbedingungen sind die Durchfallquoten in den einzelnen Bundesländern bisher sehr unterschiedlich.

Außerdem wurde Ralf Mago in den Verwaltungsrat des Berufförderungswerks des Verbands, AuGaLa, berufen. Hier hat er z. B. an der Überarbeitung der Inhalte der Überbetrieblichen Ausbildung sowie an der Erstellung eines Pflanzenbuches für die Ausbildung mitgewirkt.